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Raphael in Namibia
[…] Raphael in Namibia Vor der Ausbildung in die Wüste Vor seiner Ausbildung zum Landwirt verbrachte Raphael ein Jahr in einem der größten Nationalparks der Welt in Namibia. Dort lebte er mit Rangern mitten in der Wüste und lernte, aus wenig viel zu machen – Erfahrungen, die ihn bis heute prägen. Erfahre, warum Raphael sich für kulturweit entschieden hat und wie ihn die Zeit im Ausland für seine Ausbildung gestärkt hat. Freiwilligendienst Land: Namibia Dauer: 6 Monate Raphael, was machst du gerade? Seit einem Jahr mache ich eine Ausbildung als Landwirt in der Berufsschule und in verschiedenen Betrieben. Davor habe ich meinen Freiwilligendienst in Namibia in einem Nationalpark gemacht. Hier habe ich mit Rangern in einem der größten Nationalparks der Welt gearbeitet. © X Raphael Ott Warum hast du dich entschieden vor deiner Ausbildung einen Freiwilligendienst zu machen? Meine Mutter hat immer gesagt „Geh ins Ausland, mach dort deine Erfahrungen“. Ich wollte gerne etwas machen, was praktisch ist im Ausland und nicht nur Reisen oder Wwoofen. Ich habe mir einen Online-Infoabend angehört, das hat mich dann total gecatcht. Als dann meine E-Mail von kulturweit kam, dass ich nach Namibia kann, habe ich mich riesig gefreut. Weil ich so etwas mit Landwirtschaft zu machen und das Ausland zusammenbringen konnte. Wenn ich mich für Wwoofen oder so entschieden hätte, hätte ich super viel Geld zahlen müssen. Mit den Zahlungen von kulturweit und dem Kindergeld, hatte ich einen vollfinanzierten Aufenthalt. Außerdem war es mir wichtig, dass eine vertrauenswürdige Organisation hinter kulturweit steht. © X Raphael Ott © X Raphael Ott © X Raphael Ott © X Raphael Ott Hast du während deiner Zeit im Ausland Dinge gelernt, die für dich als angehender Landwirt heute hilfreich sind? Ich kann auf jeden Fall mit herausfordernden Situationen besser umgehen. Gerade am Anfang habe ich mich damit schwergetan. Zu Beginn meines Freiwilligendienstes habe ich mitten in der Wüste mit namibischen Rangern im Zelt gelebt. Da habe ich gelernt mit persönlichen Herausforderungen umzugehen. Das hat mir wirklich persönlich geholfen. Ich kann mir jetzt immer sagen, wenn ich das in Namibia geschafft habe, schaffe ich die nächste Herausforderung auch! Ich habe gelernt mit wenig Mitteln wirklich viel zu schaffen und bin mir bewusster geworden, wie privilegiert wir sind. Wir haben zum Beispiel aus alten Bahnschwellen Bänke gebaut und haben darüber wirklich gelernt aus wenig viel zu machen. © X Raphael Ott © X Raphael Ott Was würdest du jemandem raten, der ebenfalls eine Ausbildung macht und sich nicht sicher ist, ob er*sie ins Ausland gehen sollte? Man ist bei kulturweit so gut aufgehoben, es wird sich wirklich gut um einen gekümmert. Man lernt so tolle Leute kennen. Ich war mit einer weiteren Person in meiner Einsatzstelle, wir haben uns toll unterstützt in schwierigen Situationen. Man kann sich mit den anderen Freiwilligen auch super über seine Ängste austauschen, das ist ja völlig normal, dass man die hat. Über das Gespräch mit den anderen Freiwilligen und das Vorbereitungsseminar werden sie aber wirklich weniger! Raphael Probier es doch einfach aus! kulturweit kulturweit ist der internationale Freiwilligendienst der Deutschen UNESCO-Kommission, gefördert vom Auswärtigen Amt. Das Programm ermöglicht jungen Menschen aus Deutschland das Freiwillige Soziale Jahr im internationalen Netzwerk der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. Da der Freiwilligendienst eingestellt wird, sind keine Bewerbungen mehr möglich. …
Henrik in Neuseeland
[…] Henrik in Neuseeland Wanaka, here we come! Henrik hat während seiner Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton ein dreimonatiges Praktikum in Neuseeland gemacht. Gefördert wurde sein Aufenthalt durch AusbildungWeltweit. Als Fachmann für Videos hat er seinen Aufenthalt natürlich in tollen Kurzvideos festgehalten. Schau selbst: Mit Abspielen des Videos erfolgt eine Datenübertragung an YouTube (siehe Datenschutz ). Bitte akzeptiere externe Medieninhalte in den Cookie-Einstellungen, um Videos anzusehen. Cookie-Einstellungen öffnen Dauer: 0:12 Minuten | © AusbildungWeltweit 2023 Mit Abspielen des Videos erfolgt eine Datenübertragung an YouTube (siehe Datenschutz ). Bitte akzeptiere externe Medieninhalte in den Cookie-Einstellungen, um Videos anzusehen. Cookie-Einstellungen öffnen Dauer: 0:17 Minuten | © AusbildungWeltweit 2023 Wer hat gefördert? AusbildungWeltweit Das Förderprogramm unterstützt dich bei deinem Auslandspraktikum während der Ausbildung. Gefördert werden Aufenthalte in allen Ländern, die nicht am Erasmus+ Programm teilnehmen, und mit einer Dauer von 3 Wochen bis 3 Monaten. Zu AusbildungWeltweit Icon doppelter Pfeil …
Pia in Mexiko
[…] ¡Viva México! Pia, wie war es auf der Kaffeefarm? Pia macht ihre Ausbildung bei einer Kaffeerösterei im Bereich Büromanagement und hat ihr fünfwöchiges Auslandspraktikum in Mexiko gemacht. Auf der Finca Hamburgo in Tapachula in der Region Chiapas im Süden Mexikos, hat sie den gesamten Prozess der Kaffeeproduktion selbst durchführen können und dabei erfahren, wie viel Zeit und Aufwand hinter dem Produkt stecken. © X Pia Hartmann Trinkst du Kaffee? Vielleicht liest du ja gerade diesen Erfahrungsbericht mit einer Tasse Kaffee in der Hand? Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, was für einen Kaffee du trinkst? Wo er angebaut wird, was für Pflanzen neben ihm wachsen oder wie der Farmer heißt, der sich um die Pflanze kümmert? 1. Was waren deine ersten Eindrücke? Als ich auf der Finca Hamburgo in Tapachula ankam, wurde ich super herzlich aufgenommen. Der Farmer Thomas, sein Sohn Bruno und dessen Freundin Lisa haben mir bei morgendlichen Spaziergängen, bei gemeinsamen Mahlzeiten und in intensiven Gesprächen Einblicke ins Leben eines Kaffeefarmers gegeben. Ich lernte die Schönheit der Finca und des Kaffeeanbaus kennen und habe auch von den Problemen und Schwierigkeiten erfahren. Ein Problem ist der immer größer werdende Personalmangel. Es fehlen Menschen, die in die Felder gehen und den Kaffee pflücken. Der Einsatz von Erntemaschinen ist durch die steilen Hänge nicht möglich und entspricht auch nicht dem Qualitätsanspruch der Farmer. Hieraus ergab sich die Fragestellung, ob es möglich ist, den gesamten Prozess von Ernte bis Röstung als Einzelperson komplett alleine durchzuführen. © X Pia Hartmann Der Ausblick über die Kaffeefelder in Tapachula im Süden Mexikos. 2. Wie sah dein Arbeitsalltag aus? Auf der Farm hatte ich das Projekt den gesamten Kaffeeverarbeitungsprozess selbst durchzuführen. Dabei war es mir wichtig zu dokumentieren, wie viel Aufwand und Zeit die Arbeiten erfordern. Wie teuer müsste Kaffee sein, wenn er tatsächlich fair gehandelt wäre? Und wie teuer wäre der Kaffee, wenn der gesamte Aufwand mit einem deutschen Gehalt bezahlt würde? Ich pflückte insgesamt ca. 35 kg Kaffeekirschen. Schon diese Kleinstmenge hat gereicht, um zu merken, dass das Pflücken auf dem Feld harte Arbeit ist. © X Pia Hartmann Mein Tag begann damit, die Bohnen aus dem Schuppen auf den Trocknungshof in die Sonne zu stellen. © X Pia Hartmann © X Pia Hartmann Die Bohnen in der Sonne zu trocknen ist Teil der traditionellen Herstellung. © X Pia Hartmann Am Strauch sehen die Kaffeekirschen noch so aus... © X Pia Hartmann Zum Ende meiner Zeit auf der Farm stand noch der letzte Schritt an: das Pergamino-Häutchen entfernen. Das ist die letzte Schale der Bohne, die vor dem Rösten entfernt werden muss. Nach diesem Schritt ist die Rohbohne bereit für den Export. Wenn man meine gesamte Arbeitszeit, die ich in das Pflücken und Verarbeiten des Kaffees gesteckt habe, mit einem deutschen Gehalt vergüten würde, käme man auf einen Preis von knappen 100€ pro Kilo! Und das als reine Arbeitszeit, der Transport und das Rösten noch nicht mit inbegriffen. Das ist natürlich ein sehr extremer Vergleich, da die Löhne in Mexico anders sind. Um diesen Preis einmal in Relation zu setzen: Selbst die schlechteste Qualität, die die Farm verlässt und nicht durch etliche Qualitätschecks geht, kostet die Finca Hamburgo in der Produktion stolze 7€. Im deutschen Supermarkt wiederum findet man die günstigsten Kaffees für 6€, und hiervon gehen nochmal 2,20€ Kaffeesteuer ab. Da kann man sich ausrechnen, wie viel davon für den Farmer und die Arbeiter übrigbleibt... © X Pia Hartmann clase de inglés Außerdem habe ich eine Englischunterricht für die Kids der Arbeitenden geben. Die clase de inglés (Englischklasse) war eine der bewegendsten Erfahrungen, die ich hier machen durfte. Mit welcher Offenheit, Wertschätzung und Vertrauen die Kinder mir von Tag Eins an begegneten war unglaublich. Sie haben sich so gefreut, dass ich mir jeden Tag mindestens eine Stunde Zeit für sie nahm. Sich von ihnen zu verabschieden war super schwer. 3. Was hat das Praktikum mit dir gemacht? Die Zeit in Mexiko ließ mich nochmal ganz anders meine eigene Realität und Perspektive reflektieren. Es gab mir eine noch größere Motivation, das, was ich gelernt habe zu teilen und intensiv zu kommunizieren. Ich möchte Menschen durch das Erzählen der Erfahrungen sensibilisieren, warum es wichtig ist, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und dazu inspirieren innerhalb der eigenen Möglichkeiten etwas Gutes zu tun. Denn auch wenn es manchmal nicht so erscheint, egal wie klein die Handlung ist, es macht einen Unterschied. © X Pia Hartmann Wer hat finanziell unterstützt? AusbildungWeltweit Das Förderprogramm unterstützt dich bei deinem Auslandspraktikum während der Ausbildung. Gefördert werden Aufenthalte in allen Ländern, die nicht am Erasmus+ Programm teilnehmen, und mit einer Dauer von 3 Wochen bis 3 Monaten. Zu AusbildungWeltweit Icon doppelter Pfeil …
Özge in Österreich
[…] Kinder pflegen in Osttirol © X Özge Aslan Ich bin Özge Ich habe die Ausbildung zur Pflegefachfrau in Köln gemacht und war zu Beginn meines 2ten Lehrjahres für vier Wochen in Osttirol in Österreich. Wo warst du genau? Den Einsatz absolvierte ich in der Firma „Cura Plus“. Die Firma ist spezialisiert auf die mobile Kinderkrankenpflege, als auch für die ambulante Pädiatrische- und Erwachsenenintensivpflege. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit verschiedensten Berufsgruppen, wie beispielsweise den Physiotherapeuten, Logopäden und dem Palliativteam. Die Firma ist, innerhalb von Tirol, der einzige Ambulante Pädiatrische Pflegedienst. Der Firmensitz ist in Klagenfurt am Wörthersee, die Klienten sind jedoch ortsübergreifend. © X Özge Aslan „Kinder pflegen. Familien begleiten“ Das Motto beschreibt ganz gut das Aufgabenfeld. Die Familie ist ein großer Teil in der Pflegerischen Betreuung der Kinder. Und welche Aufgaben hattest du? Meinen Einsatz absolvierte ich im Bereich der Mobilen Kinderkrankenpflege und der pädiatrischen Intensivpflege. Ich wurde in ein sehr herzliches, offenes und humorvolles Team aufgenommen und habe mich sofort wohlgefühlt. Die Kinder, bei denen ich war, sind zwischen 4-11 Jahre alt. Die Dienstzeiten variieren, je nach Familie. Meistens begann er Morgens um 8 Uhr oder aber Mittags um 12 Uhr und endete gegen 15:30-19:30 Uhr, demnach arbeitet man um die 8-12 Stunden. Hin und wieder hat man in Österreich zwei Kinder am Tag, in der Regel ist man jedoch die ganze Schicht über bei einer Familie/einem Kind. Da die Klienten ortsübergreifend sind, könnten die Fahrtzeiten etwas länger ausfallen. © X Özge Aslan © X Özge Aslan Ich wurde gezielt, sowohl theoretisch als auch praktisch, angeleitet und durfte nach Anleitung und Absicherung der diplomierten Pädiatrischen Intensivkrankenschwester einige Aufgaben selbstständig übernehmen. Bei bestimmten Aufgaben war immer die zuständige Kraft unmittelbar an meiner Seite. Und deine Unterkunft? Untergekommen bin ich den Monat über im Hotel „Wildauers Haidenhof“ in Lienz. Ich wurde zuvorkommend und mit offenen Armen empfangen. Eine Küche hatte ich nicht, jedoch gab es die Straße runter mehrere Supermärkte und 20 Minuten vom Hotel entfernt die Stadt, so dass ich, wenn ich die Lust hatte, mir etwas holen gehen konnte. © X Özge Aslan © X Özge Aslan In meiner Freizeit bin ich viel durch Lienz gelaufen und habe mir die Stadt und die Umgebung angeschaut. An freien Tagen bin ich auch raus aus der Stadt in den nächstgelegenen Ort rüber, unter Anderem nach Klagenfurt am Wörthersee. Meine Erfahrung Ich fand die Zeit dort unglaublich schön und lehrreich. Sei es die persönliche Erfahrung oder aber beruflich. Meine Fachkompetenz, als auch den Umgang im pädiatrischen Bereich konnte ich erweitern und verfestigen. Wer hat mich unterstützt? Erasmus+ Finanzielle Unterstützung gab es vom EU -Programm Erasmus+ Berufsbildung. Erasmus+ fördert Auslandsaufenthalte während und nach der Ausbildung. Zu Erasmus+ Berufsbildung Icon doppelter Pfeil …
Simon in Lesotho
[…] Palliativdienst in Lesotho © X Simon Koch Simon Koch arbeitete als Freiwilliger im Rahmen seines weltwärts-Freiwilligendienstes in Lesotho in einem besonderen Arbeitsbereich: einem ambulanten Palliativdienst. Dank der Initiative von Simon und seinen Mitfreiwilligen wurde das Projekt für seine Arbeit vom Stiftungspreis der Deutschen Hospiz- und Palliativstiftung ausgezeichnet. Lesotho Dieses Land kannte ich sechs Monate vor Ausreise nicht einmal. Doch dann fand ich ADRA Deutschland und ein weltwärts-Projekt, welches gut zu mir passte. Ich bewarb mich und dann ging alles sehr schnell. Im August kam ich in Lesotho an. Ein kleines Land, umschlossen von Südafrika, welches als einziges Land weltweit mit seiner gesamten Fläche über 1.000 Meter Höhe liegt. Daher auch der Name „Kingdom in the Sky“. Und da war ich nun: 12.000 Kilometer von zu Hause entfernt. Und so abenteuerlich sich das alles anhört, so abenteuerlich wurde es am Ende auch. Ich und meine beiden Mitfreiwilligen konnten nicht nur bei einem ambulanten Palliativ-Projekt mitarbeiten, sondern hatten auch die Chance den Süden Afrikas kennenzulernen. Ein Sterben in Würde ermöglichen Unsere Einsatzstelle, die Najojo Better Living Mission Association , war einer der wenigen Hospizdienste in Lesotho. In diesem Gebiet gibt es viele Menschen, die an chronischen Krankheiten leiden. Diese Menschen brauchen Palliativpflege, die darauf abzielt das Lebensende schmerzfrei und in Würde zu gestalten. Im Projekt arbeiteten wir in einem multiprofessionellen Team aus Ärzt*innen, Pflegekräften und Sozialarbeiter*innen, um für die Stadt Teyateyaneng und die umgebenden Dörfer eine ambulante Palliativversorgung anbieten zu können. Wir gingen täglich in kleinen Gruppen zu den Patient*innen und berieten sie bezüglich ihrer chronischen Erkrankungen, wie Bluthochdruck, Krebs und Diabetes. Unser Fokus war es den Menschen den Alltag zu erleichtern und Symptome wie Schmerz, Luftnot, Mobilitätseinschränkungen oder ähnliches zu kompensieren. Dazu boten wir ihnen neben der Beratung Hilfsmittel wie Medikamente, Gehhilfen oder Rollstühle an. Auch die Kommunikation mit anderen Gesundheitseinrichtungen, Öffentlichkeitsarbeit, Fundraising, das Erstellen von professionellen Dokumentationssystemen und sogar Gartenarbeit gehörten zu unseren Aufgaben. © X Simon Koch Bei der Arbeit: Simon links, Kollege/Sozialarbeiter Takki (mitte), Patient (rechts) Als wir vom Stiftungspreis der Deutschen Hospiz- und Palliativstiftung „Palliative Care Kooperation über Ländergrenzen hinweg“ erfuhren, beschlossen wir eine Bewerbung für unsere Gastorganisation einzureichen. Und gewannen den ersten Preis. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und kommt zur Gänze den Patient*innen im Palliativprojekt von Dr. Tonny Mwabury in Lesotho zugute. © X Simon Koch Patientinnenbesuch, Dr. Daniel (links außen), Simon, Patientin (mitte), Mitfreiwillige Mathilde Franz (2.v.rechts), Kollegin Thomello (rechts außen) Ein Jahr reich an Erlebnissen Das alltägliche Leben wurde dadurch bereichert, dass wir zusammen mit Einheimischen, anderen internationalen Freiwilligen und vielen Tieren auf einem kleinen Hof direkt neben der Einsatzstelle lebten. Wanderungen sowie Ausflüge nach Teyateyaneng und Maseru, die Hauptstadt Lesothos, waren sehr gut möglich. Auch regelmäßige Partys kamen bei den feierbegeisterten Basothos, wie sich die Menschen hier nennen, nicht zu kurz. © X Simon Koch Simon mit den Hunden der Einsatzstelle. Simon Ich lernte sehr viel: nicht nur im fachlichen, palliativen Bereich, sondern auch viel darüber wie die sozioökonomischen, kulturellen, spirituellen und politischen Strukturen in einem Land wie Lesotho sind. Zudem hatte ich das große Privileg, im Rahmen meines Urlaubs und bei Praktika Land und Leute außerhalb des Projekts kennenzulernen. Hierzu gehörten Reisen nach Johannesburg und Kapstadt, in die Highlands von Lesotho und nach Durban sowie in den Hluhluwe Nationalpark an der Ostküste Südafrikas. All die Höhen und Tiefen des ganzen Jahres machten es zu einem unvergleichlichen, unvergesslichen und abenteuerlichen Erlebnis. Ich lernte sehr viel: nicht nur im fachlichen, palliativen Bereich, sondern auch viel darüber wie die sozioökonomischen, kulturellen, spirituellen und politischen Strukturen in einem Land wie Lesotho sind. Ich lernte, ein Jahr weit weg von zu Hause zu leben und bis dahin noch unbekannte große Herausforderungen zu meistern. Ich lernte eine neue Sprache, viele großartige Menschen, die Natur Südafrikas und so vieles mehr kennen. Simon Ich lernte bis dahin noch unbekannte große Herausforderungen zu meistern. © X Simon Koch Wandern in Lesotho. © X Simon Koch In der Trockenzeit verändert sich die Landschaft deutlich. © X Simon Koch Simon in Thaba Bosiu, Lesotho Ich überzeugte mich erneut davon, wie großartig dieser Planet mitsamt Natur, Tier und Mensch ist und dass es sich lohnt für eine bessere Zukunft einzustehen. Ich erkannte meine Privilegien, große globale Probleme und Ungerechtigkeiten, aber auch Chancen und freue mich nun darauf, weiter in den Bereichen Gesundheit und Entwicklungspolitik aktiv zu sein. Ich kann es nur jedem empfehlen! Engagement und Interesse für Medizin Simon arbeitet aktuell wieder als Krankenpfleger in Bremen und möchte ab Oktober 2024 Palliative Care an der Hochschule Bremen studieren. Bei seiner Entsendeorganisation ADRA engagiert er sich weiterhin und führt die Gesundheitsworkshops zur Vorbereitung der neuen Freiwilligen auf den Ausreiseseminaren durch. weltwärts weltwärts ist der Freiwilligendienst im Ausland für junge Menschen zwischen 18 und 28 Jahren (in bestimmten Fällen bis 35). Menschen aus Deutschland, Asien, Afrika, Lateinamerika, Ozeanien und Osteuropa engagieren sich entwicklungspolitisch in einem Projekt vor Ort für Bildung, Umwelt und viele weitere Themen. Zum weltwärts Freiwilligendienst Icon doppelter Pfeil ADRA Deutschland e.V. Simon wurde vom Verein ADRA Deutschland e.V. entsendet. ADRA bietet verschiedene Möglichkeiten, sich in sozialen oder ökologischen Einsatzstellen zu engagieren: Ob im Inland oder im Ausland, es ist für alle etwas dabei! Zur Profilseite von ADRA Deutschland e.V. Icon doppelter Pfeil 1 2 / 2 Icon Pfeil Icon Pfeil …
Medienpaket
[…] © X NA beim BIBB | Adobe Stock | KI-Info Medienpaket Machen Sie MeinAuslandspraktikum bei Auszubildenden bekannt! Unser Medienpaket enthält Grafiken und Textbausteine für Ihre Social-Media-Kanäle, Newsletter und Website sowie Hashtags für Social Media. Visual zur Verbreitung © X NA beim BIBB | Adobe Stock | KI-Info Copyright: © NA beim BIBB | Adobe Stock | KI-Info Formate: 1080x1080px (z.B. Instagram Post) (jpg, 0.5 MB) 1080x1920px A (z.B. Instagram Story) (jpg, 0.6 MB) 1080x1920px B (z.B. Instagram Story) (jpg, 0.6 MB) 5000x2613px (z.B. LinkedIn, Facebook) (jpg, 3,31 MB) 16 zu 9 (z.B. Facebook) (jpg, 1,62 MB) Textbausteine Den Relaunch bekannt machen. Icon Pfeil MeinAuslandspraktikum.de im neuen Look Die Webseite MeinAuslandspraktikum.de wurde neugestaltet und inhaltlich überarbeitet. Azubis finden hier zahlreiche Tipps zur Planung ihres Auslandsaufenthaltes während oder nach der Ausbildung. Wichtige Infos zu den Vorteilen und Möglichkeiten und Tools wie der Stipendienfinder sind jetzt schneller auffindbar. Ausbildungsverantwortliche und Beratende können die Seite an ihre Auszubildenden weitergeben, um interessierten Azubis gezielt weiterzuhelfen. Die Webseite bekannt machen. Icon Pfeil Als Azubi ins Ausland? Die Webseite MeinAuslandspraktikum.de informiert Auszubildende über Auslandsaufenthalte während und nach der Ausbildung. Azubis finden hier Informationen zu den Vorteilen und Möglichkeiten, zahlreiche Tipps zur Planung sowie Unterstützungsmöglichkeiten. In den Erfahrungsberichten erzählen Auszubildende über ihre Erlebnisse. Und der Stipendienfinder bietet einen Überblick zu Fördermöglichkeiten und den Erasmus+ Stipendienplätzen. Ausbildungsverantwortliche und Beratende können die Seite an ihre Auszubildenden weitergeben, um interessierten Azubis gezielt weiterzuhelfen. Die Webseite bei Azubis bekannt machen. Icon Pfeil Als Azubi ins Ausland? Bei MeinAuslandspraktikum.de findest du alle Informationen rund um dein Auslandspraktikum während oder nach der Ausbildung. Vorteile und Möglichkeiten, Planungstipps und Erfahrungsberichte - hier findest du's. Und der Stipendienfinder gibt dir den Überblick über Fördermöglichkeiten. Schau vorbei und finde in 5 Schritten den Weg raus in die Welt! In den sozialen Medien Instagram Post-Vorschlag: Icon Pfeil Deine liebste Webseite für Azubi-Auslandspraktika erstrahlt im neuen Glanz Was neu ist: Sieht besser aus, ist aktueller, du findest wichtige Inhalte und Tools, wie den Stipendienfinder, jetzt viel schneller. Schau vorbei und finde in 5 Schritten deinen Weg ins Auslandspraktikum. Ausbildung freestylen oder von den Besten lernen!? Den Link zur Webseite findest du bei @meinauslandspraktikum oder geh auf: www.MeinAuslandspraktikum.de #meinauslandspraktikum #ausbildung #praktikum #workandtravel #azubis Repost-Vorschläge für LinkedIn: Icon Pfeil Variante 1: Auslandsaufenthalte sind wichtiger Baustein für eine internationale Berufsbildung. MeinAuslandspraktikum.de bietet Azubis eine zentrale Anlaufstelle für Planung, Infos und Fördermöglichkeiten – jetzt im neuen Design. Reinschauen lohnt sich. Variante 2: Zielgruppe Azubis Auslandsaufenthalt während oder nach der Ausbildung? MeinAuslandspraktikum.de bietet Azubis eine zentrale Anlaufstelle für Planung, Infos und Fördermöglichkeiten – jetzt im neuen Design. Reinschauen lohnt sich. Variante 3: Mehrwert für Ausbildungseinrichtungen Internationale Erfahrungen stärken Fachkompetenz, Selbstständigkeit und Sprachkenntnisse. MeinAuslandspraktikum.de bietet Azubis eine zentrale Anlaufstelle für Planung, Infos und Fördermöglichkeiten – jetzt im neuen Design. Reinschauen lohnt sich. Teilen Sie gerne unseren LinkedIn-Post ! Mit Abspielen des Videos erfolgt eine Datenübertragung an YouTube (siehe Datenschutz ). Bitte akzeptiere externe Medieninhalte in den Cookie-Einstellungen, um Videos anzusehen. Cookie-Einstellungen öffnen Dauer: 0:17 Minuten | © NA beim BIBB / Adobe Stock / KI-Info 2026 Hier können Sie uns in sozialen Medien taggen: Instagram: @meinauslandspraktikum YouTube: @MeinAuslandspraktikum LinkedIn: @Nationale Agentur Bildung für Europa © X Adobe Stock | Natalia (bearbeitet) Sollten Sie darüber hinaus noch einen Bedarf haben, dann melden Sie sich gerne bei uns. Das sind wir: MeinAuslandspraktikum Icon doppelter Pfeil …
Monja in Irland
[…] Monja in Irland © X Monja Schweizer Hallo, ich bin Monja und ich berichte euch über mein Auslandspraktikum. Während meiner Ausbildung zur Industriemechanikerin mit Zusatzqualifikation zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten war ich mit Erasmus+ 4 Wochen in Irland. Während deiner Ausbildung warst du im Ausland – wo genau warst du? Ich war 2022 für circa vier Wochen in Irland in der Stadt Carlow. Carlow liegt im Südosten der Insel. Mein Ausbildungsbetrieb, die Kleemann GmbH , und meine Schule haben mich hierbei unterstützt. Ich wollte schon immer so viel wie möglich von der Welt sehen, Erfahrungen sammeln und andere Kulturen kennenlernen. In meinem Ausbildungsbetrieb habe ich den Flyer von GoforEurope gesehen. GoforEurope bietet in Baden-Württemberg Erasmus+ Auslandspraktika an. Mein Betrieb hat zugestimmt, also habe ich Kontakt aufgenommen. In einer Gruppe von insgesamt 10 Personen ging es dann nach Irland. © X Monja Schweizer Hier seht ihr die Klasse meines Englisch-Sprachkurses an der South East Technological University . Wie sah dein Tag in Irland aus? In der ersten Woche hatte ich einen Englisch-Sprachkurs, danach war ich drei Wochen im Praktikum. Morgens bin um 6 Uhr aufgestanden. Mit einem Kollegen bin ich zur Firma gefahren, sodass wir um 7:30 Uhr spätestens mit der Arbeit anfangen konnten. In der Instandhaltung habe ich jeden Tag ganz verschiedene Aufgaben erledigt. Und die Pausen haben meine Kollegen und ich gemeinsam verbracht. Nach dem Feierabend ging’s mit dem Bus, mit dem Kollegen oder mit meiner Gastfamilie nach Hause. Gewohnt habe ich bei einer Gastfamilie mit meiner Gastmutter und ihrer Tochter. Im Haus hatte ich ein eigenes Zimmer. Gab es Unterschiede zu deiner Arbeit in Deutschland? Mir sind verschiedene Unterschiede aufgefallen: Ich hatte flexible Arbeitszeiten. Ich habe mehr Schweiß-Arbeiten gemacht als in Deutschland. Der Umgang miteinander war freundlicher, hilfsbereiter und kommunikativer. Durch die 5-Sicherheitsregeln war die Arbeitssicherheit in Irland höher als in Deutschland. © X Monja Schweizer © X Monja Schweizer Hier seht ihr Schweiß- und Zerspanungstätigkeiten zur Errichtung der neuen 2.500-Tonnen-Presseinstallation bei Magna Instandhaltung. © X Monja Schweizer Was war dein spannendste, überraschendste oder aufregendste Erlebnis? Ich kann es gar nicht auf ein Erlebnis reduzieren, weil die unterschiedlichen Erlebnisse zusammenwirken: Ganz toll waren die Städte-Touren und das Besichtigen der Sehenswürdigkeiten in meiner Freizeit, mit meiner Gastfamilie und den anderen Entsendeten. Das Leben und Arbeiten wie die Einheimischen – und das Meistern der verschiedenen Herausforderungen. Challenges gab es ohne Ende. Zum Beispiel: Wie komme ich nach Hause, wenn der Bus nicht fährt? Was hast du in deiner Freizeit gemacht? Ich bin viel im Land herumgereist, habe neue Kontakte geknüpft oder Zeit mit den anderen Praktikanten verbracht. Gesehen habe ich Carlow, Dublin, Belfast, Waterford, Kilkenny, Tramore, Galway, Muine Bheag und Clare. © X Monja Schweizer Der Sonnenuntergang an den Cliffs of Moher © X Monja Schweizer Die Cliffs of Moher - eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Irlands. © X Monja Schweizer © X Monja Schweizer Kilkenny Castle aus dem 12. Jahrhundert ist das Wahrzeichen der Stadt Kilkenny. © X Monja Schweizer Ich bin nach dem Auslandspraktikum selbstbewusster, mutiger, stärker und offener. © X Monja Schweizer Was hast du Neues gelernt? Was hast du über dich selbst gelernt? Ich bin nach dem Auslandspraktikum selbstbewusster, mutiger, stärker und offener. Und auch für meine Arbeit habe ich neues fachliches Wissen gelernt. Zum Beispiel habe ich gelernt, wie man Instandhaltungsarbeiten durchführt oder LED Lampen montiert. Dabei bin ich auch selbstständiger geworden. Hattest du im Vorfeld Sorgen? Ja, ich hatte mir schon Gedanken gemacht, über meine finanzielle Situation. Kosten für Flüge oder die Gastfamilie haben die Erasmus+ Förderung aufgebraucht. Es war gut die Ausbildungsvergütung weiterhin zu bekommen! Auch ob, meine Gastfamilie mich herzlich aufnehmen wird, oder wie der Auslandsaufenthalt mich verändern wird…. Aber, jedes Hindernis ist überwindbar. Heute engagiere ich mich als EuroApprentice , damit auch andere Azubis von Erasmus+ erfahren und den Schritt ins Ausland machen. Würdest du einen Auslandsaufenthalt weiterempfehlen? Auf jeden Fall, ein Auslandspraktikum bereichert dich sehr an Erfahrungen und bringt dich auch in Zukunft weiter! Erasmus+ Finanzielle Unterstützung gab es vom EU -Programm Erasmus+ Berufsbildung. Erasmus+ fördert Auslandsaufenthalte während und nach der Ausbildung. Zu Erasmus+ Berufsbildung Icon doppelter Pfeil Go.for.Europe Die Servicestelle informiert Azubis aus Baden-Württemberg zu Auslandspraktika während der Ausbildung und unterstützt bei der Planung. Zu Go.for.Europe Icon doppelter Pfeil © X EuroApprentices Deutschland Monja im Podcast "Erasmus+ Stories" der EuroApprentices In Folge #14 Herzliche Gastfamilie, Gruppenentsendung & Tattoo berichtet Monja über ihr Auslandspraktikum in Irland. Zum Podcast auf Spotify Icon doppelter Pfeil 1 2 3 / 3 Icon Pfeil Icon Pfeil …
Jessica in Atlanta
[…] Jessica in Atlanta © X © Jessica Geissler „Am Anfang habe mich nicht getraut, Englisch zu sprechen - ab Tag zwei hatte ich keine Hemmungen mehr.“ Jessica macht eine Ausbildung zur Industriekauffrau. Sie hat mit dem Stipendienprogramm "Azubis USA" sechs Wochen lang, ein College in Atlanta besucht. © X © Jessica Geissler Mit „Azubis USA" hast du sechs Wochen in Atlanta verbracht. Wie war die Ankunft für dich? Es war eine andere Welt, wie im Film. Manches ist doch anders als bei uns - viele Autos, kaum Fußgänger und eine große Auswahl an Fastfood. Das Schönste bei der Ankunft in Atlanta war, dass wir von unseren amerikanischen Peer-Buddys abgeholt wurden. Das fand ich richtig nett und so habe ich mich gleich willkommen gefühlt. Wie war das Leben an der Kennesaw State University und welche Kurse hast du im Collegeprogramm besucht? Das Leben an der Uni hat mir richtig gut gefallen. Der Campus ist zwar riesig, dennoch haben wir uns schnell zurecht gefunden. Und die Studierenden vor Ort waren wirklich alle freundlich und haben uns unterstützt. Durch meine Ausbildung zur Industriekauffrau hatte ich eine Riesen-Auswahl an Kursen und so habe ich mich für Marketing, Englisch, BWL, Personalwesen und Accounting entschieden. Was sich durch alle Kurse durchgezogen hat war „Public Speaking". Hier haben wir gelernt, wie man zu einem bestimmten Thema frei vor Leuten spricht- mit nur zwei Minuten Vorbereitung. Das war auf jeden Fall aufregend. © X © Jessica Geissler Wie bist du mit der Sprache zurecht gekommen? Am Anfang war ich schon zurückhaltend und habe mich nicht getraut, offen zu sprechen. Das hat sich aber durch unsere Peer-Buddys schnell geändert und an Tag zwei hatte ich keine Hemmungen mehr. Dadurch, dass wir die englische Sprache die ganze Zeit gehört und gesprochen haben, kam ich sehr schnell rein. Den Kursen am College konnte ich auch gut folgen - klar, manche Fachbegriffe fehlten, aber der Zusammenhang war klar verständlich. © X © Jessica Geissler Wie können wir uns deinen Alltag vorstellen? Wir haben auf jeden Fall nie die Füße still gehalten und jeden Tag etwas unternommen. Unsere Buddys haben sogar einen Freizeitplan entworfen. So war uns nach dem College nie langweilig und wir haben viel gesehen und erlebt: Zum Beispiel waren wir fischen, haben einen historischen Rundgang durch Atlanta mitgemacht, besuchten ein Football-Spiel oder waren stilecht in einer Karaoke-Bar. Abends haben uns fast immer unsere Buddys in der Unterkunft besucht und wir saßen gemeinsam an der Feuerstelle, haben geredet und gelacht. Konntest du dir ein Bild von der Arbeitswelt in den USA machen? Wie unterscheidet sie sich deiner Meinung nach von Deutschland? Am College hatten wir Kurse zu Leadership, besuchten Unternehmen und haben uns mit unseren Buddys über die US -amerikanische Arbeitsweise unterhalten. Was auf jeden Fall deutlich wurde: Die Ausbildung ist dort anerkannter und wird mehr wertgeschätzt als bei uns in Deutschland. Bei den Unternehmen vor Ort haben wir gemerkt, dass die Mitarbeitenden offener und ehrlicher miteinander umgehen. Außerdem gibt es keine Hierarchien wie bei uns - die Unternehmen legen eher Wert auf gute Zusammenarbeit und Kollaboration. Was ich auch willkommen habe ist, dass es schneller und flexibler zugeht. Es wird weniger geplant, sondern auf Risiko gegangen. Bei uns in Deutschland geht es eher um eine genaue Planung und Sicherheit. Was nicht so schön ist: Die US -Amerikanerinnen und US -Amerikaner haben wesentlich weniger Urlaub und arbeiten richtig viel. Wir haben beispielsweise erfahren, dass die amerikanischen Studentinnen und Studenten zusätzlich zu ihren Uni-Kursen Vollzeit arbeiten. Das fand ich schon krass. © X © Jessica Geissler In deiner Gruppe waren Azubis unterschiedlicher Berufe - wie hast du das empfunden? Am Anfang dachte ich, dass mehr Teilnehmende eine Ausbildung zur Industriekauffrau bzw. -mann machen. Das war aber gar nicht so. Die Berufsgruppen waren total vielfältig: Von einer Erzieherin über einen Hörakustiker bis hin zum Bankkaufmann war alles dabei. Wir haben festgestellt - auch wenn wir unterschiedliche Ausbildungen durchlaufen - dass wir Gemeinsamkeiten haben, voneinander lernen können und uns dadurch super ergänzt haben. Nach der Reise haben wir weiterhin Kontakt und es besteht ein großes Netzwerk. Mit welchen Erfahrungen bist du nach Hause gekommen? Hattest du ein Highlight? Die ganzen sechs Wochen waren fantastisch, da ist es schwer, ein Highlight herauszupicken. Besonders schön war zum Beispiel, dass wir von unserer Englischlehrerin am Ostersonntag nach Hause eingeladen wurden, weil wir so weit weg von zu Hause und der Familie sind. Überhaupt: Alle Menschen waren freundlich, hilfsbereit und haben uns ihren Alltag integriert. © X © Jessica Geissler Was hat sich für dich persönlich verändert? Durch den sechswöchigen Collegebesuch in den USA habe ich Klarheit bekommen, wohin ich nach meiner Ausbildung möchte. Damals habe ich mich für eine Ausbildung entschieden, da ich nicht genau wusste: lieber studieren oder doch eine Ausbildung? Jetzt überlege ich sogar, ein Studium im Ausland anzufangen. Allgemein bin ich durch den USA-Aufenthalt selbstbewusster geworden, arbeite selbstständiger und kann mich an unterschiedliche Situationen besser anpassen. Hast du Tipps für Auszubildende, die sich bewerben möchten? Zeigen, was man alles macht bzw. was einen interessant macht. Also keine Scheu haben und ein bisschen mehr von sich erzählen! Ansonsten wird man gut durch den Bewerbungsprozess geführt, alle relevanten Infos, beispielsweise auch die für den Betrieb, sind verständlich. Und ein Tipp an die Betriebe: Die Teilnahme an „Azubis USA" ist anerkannt - das ist manchen Betrieben nicht so bewusst und macht den ganzen Prozess einfacher. © X © Jessica Geissler Azubis USA Auslandserfahrung während der Ausbildung ist keine Selbstverständlichkeit. Zeit, Geld und die Frage, ob der Betrieb mitmacht – das sind echte Hürden. Das Stipendienprogramm Azubis USA der Joachim Herz Stiftung setzt genau dort an. Finde Azubi USA im Stipendienfinder Icon doppelter Pfeil …
Charlotte in Nevada
[…] Charlotte in Nevada © X © Charlotte Wirths „Ein Moment während des Praktikums hat mich besonders geprägt.“ Charlotte hat mit dem Parlamentarischen Patenschafts-Programm ( PPP ) als Bäckerin in Reno, Nevada gearbeitet. Kommunikation und Teamwork Was ich vor allem aus dem Jahr hier in der Perenn Bakery mitnehmen werde, ist die Teamarbeit und die Teamführung. Alles fand auf Augenhöhe statt, meine Managerin war immer sehr kommunikativ und transparent. In den USA gibt es das Bäcker-Handwerk, wie wir es aus Deutschland kennen, nicht in gleicher Weise. Bei der Perenn Bakery hatte ich die Gelegenheit, mit einer vielfältigen Gruppe von Menschen aus unterschiedlichen Hintergründen zusammenzuarbeiten. Einige hatten eine Ausbildung an sogenannten „Culinary Schools“ absolviert, andere waren völlige Quereinsteiger, die zuvor als Zahnarzthelferinnen tätig waren, und wieder andere waren Studenten, die lediglich neben ihrem Studium in der Bäckerei gejobbt haben. © X © Charlotte Wirths Das war anders Im Allgemeinen war das Durchschnittsalter hier deutlich geringer im Vergleich zu meinem Ausbildungsbetrieb in Deutschland und der Betrieb wird von Frauen dominiert. Auch die üblichen Hierarchien, die in deutschen Betrieben mit Meistern, Gesellen und Lehrlingen typisch sind, lassen sich so in den USA nicht vorfinden. Natürlich gab es auch hier eine Managerin und zwei Assistenz-Manager, die die Aufgaben verteilten und die Verantwortung trugen - aber alles fand auf Augenhöhe statt. Verantwortung Meine berufliche Erfahrung war zweifellos von großem Nutzen, da ich bereits mit grundlegenden Abläufen vertraut war. Dies fiel auch meinen Kollegen und Vorgesetzten auf und ermöglichte mir, komplexere Aufgaben eigenständig zu übernehmen. Im Laufe der Zeit wurde mir mehr Verantwortung zugetraut und an Wochenenden war ich allein für bestimmte Aufgaben, wie die Produktion von Croissants und Gebäck, zuständig. Dennoch war ich stets offen für das Lernen von neuen Fertigkeiten und effizienteren Arbeitsweisen. In meinem PPP -Praktikum konnte ich so nicht nur meine bestehenden Kenntnisse vertiefen, sondern auch viele neue Dinge lernen, darunter die Herstellung spezieller Gebäckformen und verschiedene Cookie-Rezepte. Charlotte Ein Moment während des Praktikums hat mich besonders geprägt: Als meine Managerin bemerkte, dass ich mir selbst sehr viel Druck machte, um noch effizienter bei der Arbeit zu sein, hat sie mich zur Seite genommen und mir gesagt, dass ich mich beruhigen und nicht hetzen soll. Sie sagte mir, dass ich um 10% besser sein kann, selbst wenn das bedeutet, dass ich 10% langsamer arbeite. Dieser Satz hat sich seitdem in meinem Gedächtnis eingeprägt. Denn er unterstreicht die Tatsache, dass Schnelligkeit nicht alles ist; die Qualität spielt eine ebenso wichtige Rolle. Seitdem wiederhole ich diesen Satz nicht nur bei der Arbeit, sondern auch in anderen Lebenssituationen. © X © Charlotte Wirths Charlottes Fazit Mein PPP -Auslandsjahr hat nicht nur meine Perspektive erweitert, sondern auch meine Entschlossenheit gestärkt, nach meiner Rückkehr nach Deutschland positive Veränderungen in meinem Leben anzustoßen. Ich kehre zwar nicht als eine völlig neue Person zurück, aber ich bin fest entschlossen, mein Erlebtes zu nutzen, um positive Veränderungen in meiner Heimat und meinem persönlichen Umfeld zu bewirken. Koffer packen! In die USA mit PPP Das Parlamentarische Patenschafts-Programm für junge Berufstätige ( PPP ) ist ein deutsch-amerikanisches Austauschprogramm des Deutschen Bundestags und des US -Kongress. Mit dem PPP kannst du nach der Ausbildung ein Jahr in den USA studieren und arbeiten. Zum PPP Icon doppelter Pfeil …